Bachindikation
- Du kennst verschiedene Methoden zur Bestimmung der Qualität eines Gewässers (Gewässergüte).
- Du kannst mit einem einfachen Bestimmungsschlüssel arbeiten und so die wichtigsten Kleinlebewesen im Bach unterscheiden.
- Du untersuchst die Wasserqualität deines Baches und veröffentlichst deine Ergebnisse
Die Wasserqualität kann auf verschiedene Arten bestimmt werden:
1. Du kannst dich auf deine Sinne verlassen:
- Farbe des Wassers:Gewisse Stoffe schweben im Wasser und trüben es. Füllst du ein Glas mit einer Wasserprobe kannst du schon eine ungefähre Beurteilung abgeben:
o farblos: sauberes Wasser
o gelblich: humusstoffe aus Erde, durch Niederschläge in den Bach eingetragen
o grünlich: einzellige Algen, die auf belastetes Wasser (viele Nährstoffe) hinweisen.
- Geruch des Wassers: Hat die Wasserprobe einen Geruch oder riecht das Wasser schon von weitem? Sauberes Wasser ist geruchlos. Fremdstoffe wie Jauche (Gülle), Chemikalien oder Zersetzungsprodukte von Pflanzen und Tieren geben dem Wasser einen typischen Geruch.
Diese Methode ist allerdings nicht genau.
2. Die Gewässergüte kann chemisch analysiert werden.
Damit misst man die Konzentration z.B. von Stickstoff- und Phosphatverbindungen, wie sie in der Landwirtschaft eingesetzt werden. Dies liefert meist recht genaue Ergebnisse, aber man erhält nur einen momentanen Zustand des Baches. Eine schwere Belastung mit Gülle im letzten Monat könnte so kaum erfasst werden.
3. Du untersuchst die Vielzahl der Wasserlebenwesen
Die Sauberkeit des Wassers eines Baches kann an Hand der darin gefundenen Lebewesen gemessen werden; dies nennt man Bioindikation. Die Arten und Anzahl der Lebewesen verändert sich je nach Wasserqualität. Einige Arten können nur im sauberen Wasser leben, andere ertragen auch schmutziges Wasser. Die Bioindikation ist zwar aufwändig, sie liefert aber auch längerfristig gültige Aussagen.