Schnecken 1x1

IDevice Icon Wissen 1. Teil

 

Wie gut können Schnecken sehen?

Schnecken sind extrem kurzsichtig. Sie können je nach Art, nur einige Millimeter bis einige Zentimeter weit scharf sehen. Ausserdem sehen Schnecken nur schwarz/weiss. Einige Arten haben keine Linsenaugen sondern nur einfache Sinneszellen, mit denen sie hell und dunkel unterscheiden, aber kein Bild sehen können. Schneckenarten, die im Boden leben, sind oft vollkommen blind (z. B. die Blindschnecke, eine Art, die in der Schweiz verbreitet vorkommt). Dennoch sind Schnecken nicht orientierungslos. Sie haben ausgeprägte Geruchs- und Tastsinne, mit denen sie sich ausgezeichnet orientieren können.

 

Können Schnecken gut hören?

Nein. Schnecken haben kein Gehörorgan. Sie sind vollkommen taub. Der Geruchs- und Tastsinn ist bei den Schnecken hingegen stark ausgeprägt.



Können Schnecken Geräusche machen?

Schnecken sind stumm. Sie kommunizieren miteinander über Düfte und Berührungen, nicht über Laute. Beim Fressen kann man Schnecken aber hören. Das Abraspeln der Nahrung mit der rauhen Schneckenzunge verursacht deutlich hörbare Geräusche.

 

Sieht man einem Schneckenhaus an, wie alt es ist?

Man sieht einem Schneckenhaus an, ob es von einer Jungschnecke oder von einer ausgewachsenen Schnecke stammt. Bei Jungschnecken ist das Gehäuse noch im Wachstum. Deshalb ist der Rand der Gehäuseöffnung ganz dünn und zerbrechlich. Bei ausgewachsenen Schnecken dagegen ist der Rand der Gehäuseöffnung verdickt und abgerundet. Sobald das Gehäusewachstum abgeschlossen ist (je nach Art nach 1 bis 3 Jahren) sieht man einem Schneckenhaus nicht mehr an, wie alt es ist. Man kann bei Schneckenhäuschen also keine Jahresringe zählen.

 

Sind alle Schneckenhäuschen in derselben Richtung gewunden?

Nein. Bei den meisten Schneckenarten sind die Häuschen im Uhrzeigersinn gewunden. Anders ist es bei den Schliessmundschnecken und bei einigen Wasserschneckenarten. Deren Häuschen sind im Gegenuhrzeigersinn gewunden. Die Windungsrichtung ist genetisch festgelegt. Ganz selten kommt es vor, dass das Häuschen einer Schnecke in die „falsche“ Richtung gewunden ist. Man nennt solche Tiere dann „Schneckenkönig“.

 


Richtig/Falsch Fragen
Nachdem du den ersten Teil des Schneckenlexikons studiert hast, solltest du wissen, ob folgende Feststellungen richtig oder falsch sind:


1. Die meisten Schneckenhäuschen sind links gedreht.

Richtig Falsch


2. Schnecken verständigen sich durch Laute.

Richtig Falsch


3. Schnecken orientieren sich vor allem durch ihren Geruchs- und Tastsinn.

Richtig Falsch
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Wenn du die meisten der oberen Fragen gewusst hast, bist du fit für den 2. Teil:


Sind die Augen bei allen Schnecken am selben Ort?

Nein. Schneckenarten mit vier Fühlern haben ihre Augen auf den Spitzen des grossen Fühlerpaares. Schneckenarten mit zwei Fühlern haben ihre Augen auf zwei kleinen Höckern an der Basis der Fühler (z. B. die Kleine Walddeckelschnecke). Die meisten Schneckenarten, die in der Schweiz vorkommen, haben vier Fühler.

Wie bewegen sich Schnecken, um vorwärts zu kommen?

Schnecken bewegen sich auf einer Schleimschicht vorwärts. Dabei machen die Muskeln am Bauch der Schnecke wellenförmige Bewegungen. Die Wellen verlaufen von der Schwanzspitze bis zum Kopf und tragen so die Schnecke vorwärts. Wenn man eine Schnecke auf einer Glasplatte von unten beobachtet, kann man die Wellenbewegungen gut erkennen.

Wozu produzieren Schnecken Schleim?

Schnecken benötigen ihren Schleim für die Fortbewegung. Ähnlich wie ein Schlittschuhläufer auf dem Eis, gleiten Schnecken auf einer Schleimschicht. Je trockener und rauer der Untergrund ist, desto mehr Schleim muss die Schnecke produzieren, um sich fortbewegen zu können. Wenn Strassen und Wege nach Regenfällen rasch trocknen, kann es vorkommen, dass den Schnecken unterwegs der Schleimvorrat ausgeht. Sie sitzen dann buchstäblich auf dem Trockenen und können nicht mehr weiter kriechen.

Wie atmen Schnecken?

Die meisten Schneckenarten, die in der Schweiz vorkommen, haben eine Lunge. Schnecken atmen aber nicht durch die Nase – sie haben keine - sondern durch eine Atemöffnung. Bei den Nacktschnecken ist die Atemöffnung gut sichtbar auf der rechten Körperseite angelegt. Bei den Gehäuseschnecken befindet sich die Atemöffnung dort, wo der Weichkörper ins Gehäuse übergeht. Wenn man eine Schnecke eine Weile beobachtet, kann man erkennen, wie sich die Atemöffnung bei jedem Atemzug leicht zusammenzieht und wieder aufweitet. Einige Schneckenarten haben keine Lunge sondern innere Kiemen (z. B. die Kleine Walddeckelschnecke). Auch bei diesen Arten geschieht der Luftaustausch über eine Atemöffnung.


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Lies den Text und fülle die Lücken
Schneckenarten mit vier Fühlern haben ihre Augen auf den Spitzen des grossen . Schneckenarten mit zwei Fühlern haben ihre Augen auf zwei kleinen Höckern an der Basis der Fühler. Schnecken bewegen sich auf einer vorwärts. Dabei machen die Muskeln am Bauch der Schnecke Bewegungen. Je und rauer der Untergrund ist, desto mehr Schleim muss die Schnecke produzieren, um sich fortbewegen zu können. Schnecken nicht durch die Nase – sie haben keine - sondern durch eine Atemöffnung.