Veränderung der Vielfalt, Megalab

  • Du lernst Bänderschnecken sammeln und bestimmen.
  • Du erfährst, wie sich Klimawandel und Fressfeinde auf die Bänderschnecken auswirken.
  • Du erlebst, wie aktuelle Evolutionsforschung erfolgt.
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Auf dem folgenden Podcast erfährst du mehr über die Entwicklung von Arten am Beispiel zweier häufigen Schneckenarten vor deiner Haustüre.

Quelle: Einstein, SF DRS 12.2.09, www.sf.tv/sendungen/einstein/

Die Entwicklung der Arten, die Evolution, ist ein langsam ablaufender Prozess. Was wir heute in der Natur beobachten, ist das Ergebnis von vielen kleinen Veränderungen, die im Laufe der Zeit stattfanden. Anhand von zwei häufigen Bänderschnecken können wir Evolutionsprozesse in der nächsten Umgebung beobachten.

Die Farbvarianten der beiden Bänderschnecken Cepaea nemoralis (Hain-Bänderschnecke) und Cepaea hortensis (Garten-Bänderschnecke) werden durch das lokale Klima und die Bestände der Sing- und Misteldrossel beeinflusst.

Die Vögel erwischen hauptsächlich diejenigen Schnecken, die am wenigsten getarnt sind. Im schattigen Wald haben Schnecken mit dunklem Gehäuse eine bessere Überlebenschance. Dunklere Varianten sind im Wald deshalb häufiger. In Wiesen und Gärten überleben die hellschaligen Schnecken häufiger. Dunkle Schnecken haben im kalten Norden und in grösseren Höhen Vorteile, sie wärmen sich an der Sonne schneller auf. Im Norden und im Gebirge findet man eher dunklere Häuschen.

Das Projekt MegaLap möchte 2009 europaweit Daten erfassen, um herauszufinden, ob ein allfälliger Rückgang der Singdrossel und die Klimaerwärmung einen sichtbaren Einfluss auf die räumliche Verteilung der Farbvarianten haben.